Herz, Gefäße, Kreislauf

Erkrankungen des Blutdrucks und der arteriellen Blutgefäße

Der Blutdruck ist eine der unauffälligsten und zugleich wichtigsten Kenngrößen unserer Gesundheit. Sie spüren ihn nicht, Sie hören ihn nicht, und doch entscheidet er Tag für Tag mit darüber, wie lange Ihr Herz, Ihre Nieren, Ihre Augen und Ihr Gehirn gut arbeiten können. Etwa jede:r dritte Erwachsene in Deutschland hat einen behandlungs­bedürftigen Bluthoch­druck – die Hälfte davon weiß es nicht. Dazu kommen Menschen mit zu niedrigem Blutdruck, mit verkalkten Beinarterien, mit Aussackungen der Hauptschlagader oder mit dem akuten Notfall einer hypertensiven Krise. All diese Krankheits­bilder haben gemeinsam, dass sie sich heute gut beherrschen lassen, wenn man sie rechtzeitig erkennt und konsequent behandelt. Auf dieser Seite erklären wir Ihnen die wichtigsten Erkrankungen rund um Blutdruck und arterielle Gefäße, geben Ihnen klare Hinweise, wann Sie zum Arzt sollten, und stellen Ihnen die heute gebräuchlichen Therapie­optionen vor.

Hintergrundwissen Blutdruck – was die Zahlen bedeuten

Wenn das Herz sich zusammenzieht, presst es Blut in die Hauptschlagader und damit in den Körperkreislauf. Der dabei in den Arterien entstehende Druck wird als systolischer Blutdruck bezeichnet – das ist der obere der beiden Werte, die Sie auf jedem Manschetten­gerät ablesen können. In der Phase, in der das Herz sich wieder entspannt und füllt, sinkt der Druck in den Arterien auf den diastolischen Blutdruck ab – den unteren Wert. Beide Werte werden in Millimeter Quecksilber­säule (mmHg) angegeben, ein historisches Maß aus den Zeiten, als der Druck noch über eine Quecksilber­säule abgelesen wurde. Ein gesunder Erwachsener bringt es in Ruhe auf Werte um etwa 120/80 mmHg. Die europäische Kardiologen­gesellschaft ESC hat in ihren aktuellen Leitlinien festgelegt: Werte unter 130/80 mmHg gelten in der Praxis­messung als optimal-normal, Werte zwischen 130 und 139 systolisch bzw. 85 und 89 diastolisch als hochnormal, und alles ab 140/90 mmHg als bereits hypertensiv.

Der Blutdruck schwankt im Tagesverlauf ganz erheblich. Morgens nach dem Aufwachen liegt er meist höher, nachmittags etwas niedriger, nachts – während des Tiefschlafs – sinkt er physiologisch um 10 bis 20 Prozent ab. Diese nächtliche Absenkung nennt man Dipping. Bei manchen Menschen fehlt sie (sogenannte Non-Dipper), was mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse einhergeht. Auch Aufregung, körperliche Anstrengung, Kaffee, Nikotin, ein voller Magen und sogar ein gefüllter Harnblasen heben den Wert kurzfristig spürbar an. Eine einzelne Messung in der Apotheke oder beim Arzt ist deshalb nur eine Moment­aufnahme. Verlässliche Werte liefern die regelmäßige Heim­selbst­messung und vor allem die ambulante 24-Stunden-Langzeit­blutdruck­messung, die ein realistisches Tages-Nacht-Profil zeichnet.

Arterielle Hypertonie – der stille Killer

Die arterielle Hypertonie, im Volksmund Bluthoch­druck genannt, ist die häufigste chronische Erkrankung der westlichen Welt. Definitions­gemäß spricht man laut Welt­gesundheits­organisation und ESC ab anhaltenden Praxis­werten von 140/90 mmHg von Hypertonie Grad 1, ab 160/100 mmHg von Grad 2 und ab 180/110 mmHg von Grad 3. In der häuslichen Selbst­messung gelten etwas niedrigere Grenzwerte (Hypertonie ab 135/85 mmHg), weil zu Hause der bekannte Weißkittel­effekt entfällt. Man unterscheidet zwei Formen: die essenzielle (primäre) Hypertonie, für die sich keine einzelne Ursache fassen lässt und die rund 90 Prozent aller Fälle ausmacht, und die sekundäre Hypertonie, die als Folge einer anderen Erkrankung auftritt – etwa einer Nieren­arterien­stenose, einer hormonellen Störung wie dem Conn-Syndrom oder dem Phäochromozytom, einer Schlafapnoe oder als Neben­wirkung bestimmter Medikamente wie nicht­steroidaler Antirheumatika, Anti­baby­pillen oder Corti­son.

Heimtückisch ist, dass Bluthoch­druck zunächst keine Beschwerden macht. Manche Betroffene bemerken Kopf­schmerzen am Hinter­kopf, vor allem morgens, einen Druck hinter den Augen, Schwindel, Nasenbluten oder ein Klingeln in den Ohren. Häufig fehlen aber sämtliche Symptome, und die Erkrankung wird zufällig bei einer Routine­untersuchung entdeckt – oder, im schlimmsten Fall, erst nach Jahren stiller Schädigung, wenn ein Herz­infarkt, Schlag­anfall, eine Nieren­insuffizienz oder eine Netz­haut­schädigung am Auge auftritt. Die chronische Druck­belastung lässt das Herz hypertrophieren, also die Muskel­wand der linken Kammer verdicken; sie beschleunigt die Arterien­verkalkung; sie schädigt die feinen Gefäße in Niere und Auge. Aus diesem Grund ist Bluthoch­druck noch immer einer der bedeutsamsten Risiko­faktoren für vorzeitige Sterb­lichkeit weltweit.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Wenn Sie bei mehreren ruhigen Selbst­messungen wiederholt Werte über 140/90 mmHg ablesen, gehört das in haus­ärztliche Hand. Es eilt zwar nicht stunden­genau, sollte aber in den nächsten Tagen bis Wochen geklärt werden. Anders verhält es sich bei einer hypertensiven Krise: Werte ab 180/120 mmHg, vor allem wenn sie mit Symptomen wie starken Kopf­schmerzen, Sehstörungen, Atem­not, Brust­schmerz, Übelkeit, Verwirrtheit, Lähmungen oder Sprach­störungen einhergehen, sind ein medizinischer Notfall. In diesem Fall rufen Sie umgehend den Notruf 112. Auch ohne Symptome sollten so hohe Werte zeitnah ärztlich abgeklärt werden, da das Risiko für Schlag­anfall, akute Herz­insuffizienz oder Aorten­dissektion drastisch ansteigt. Niemals sollten Sie in einer solchen Situation versuchen, den Druck mit einer hohen Eigen­dosis eines Medikaments rasant zu senken – ein abrupter Druck­abfall ist seinerseits riskant und kann Schlag­anfälle auslösen.

Das macht der Arzt – Diagnostik im Überblick

Eine sorgfältige Hypertonie­abklärung beginnt mit wiederholten Mess­werten in entspannter Atmosphäre, idealer­weise an beiden Armen. Wenn die Werte erhöht sind, schließt sich in aller Regel eine 24-Stunden-Langzeit­blutdruck­messung an. Dabei trägt man für einen vollen Tag samt Nacht ein automatisches Gerät am Arm, das alle 15 bis 30 Minuten misst und so ein vollständiges Profil zeichnet. Auf diesem Weg fällt auf, ob nur eine isolierte Praxis­hypertonie (Weißkittel­effekt) vorliegt, ob es sich um eine maskierte Hypertonie handelt (zu Hause hoch, in der Praxis normal), oder ob die Werte tatsächlich dauerhaft erhöht sind. Empfehlens­wert ist begleitend die Heim-Selbst­messung an mehreren Tagen mit Aufzeichnung. Ergänzend werden Blut und Urin auf Risikofaktoren und Folgen untersucht: Nierenwerte, Elektrolyte, Blutzucker, Cholesterin, im Urin Eiweiß. Ein EKG zeigt, ob das Herz bereits durch die Druck­belastung verändert ist, die Echo­kardio­graphie kann eine Wand­verdickung des linken Ventrikels nach­weisen, eine Ultra­schall­untersuchung der Nieren­arterien hilft, sekundäre Ursachen auszuschließen, und beim Augen­arzt lässt sich am Augen­hinter­grund frühe hypertensive Gefäß­schädigung erkennen.

Therapie­optionen – Lebensstil plus Stufen­schema

Die Behandlung der Hypertonie ruht auf zwei Säulen, die einander nicht ersetzen, sondern ergänzen: erstens eine konsequente Lebens­stil­änderung, zweitens eine an die Stärke des Drucks und die Begleit­risiken angepasste medikamentöse Therapie. Die ESC empfiehlt heute eine eher früh­zeitige Kombi­nations­therapie aus mindestens zwei Wirk­stoffen in einer Tablette, um die Therapie­treue zu erhöhen und die Werte zügig in den Zielbereich zu bringen.

Die fünf Hauptklassen sind: ACE-Hemmer (Wirkstoffe wie Ramipril, Enalapril, Lisinopril) blockieren die Bildung des gefäß­verengenden Angiotensin II; typische Neben­wirkung ist ein trockener Reizhusten. AT1-Antagonisten, auch Sartane genannt (Candesartan, Valsartan, Losartan, Olmesartan), wirken am selben System, blockieren aber den Rezeptor und werden in aller Regel ohne Husten vertragen. Calciumantagonisten vom Dihydropyridin-Typ (Amlodipin, Lercanidipin, Nifedipin) erweitern die Arterien und können Beinödeme und ein Wärmegefühl im Gesicht verursachen. Thiazid-Diuretika (Hydrochlorothiazid — HCT, Indapamid, Chlortalidon) entwässern leicht und senken den Druck gut, müssen aber die Elektrolyte im Blick behalten. Beta­blocker (Bisoprolol, Metoprolol, Nebivolol, Carvedilol) senken Herz­frequenz und Druck und sind besonders dann angezeigt, wenn zugleich eine Herz­schwäche, eine koronare Herz­krankheit oder Vorhof­flimmern vorliegt. Reicht eine Dreier­kombination nicht aus, ergänzt man oft mit dem Mineral­corticoid­rezeptor­antagonisten Spironolacton oder mit zentral wirksamen Substanzen wie Moxonidin; in besonderen Situationen kommen Reserve­mittel wie Doxazosin oder Hydralazin zum Einsatz.

Wichtig ist die regelmäßige Einnahme – ein Blutdruck­mittel wirkt nur an dem Tag, an dem es genommen wird. Wechseln Sie kein Präparat eigen­mächtig ab. Wenn Sie eine Neben­wirkung bemerken oder ein Generikum erhalten, das Ihnen unbekannt ist, sprechen Sie uns in der Schwanen-Apotheke gerne darauf an. Wir prüfen mögliche Wechsel­wirkungen mit weiteren Arzneien und können einschätzen, ob das ausgetauschte Präparat tatsächlich wirkstoff­gleich ist.

Arterielle Hypotonie – wenn der Druck zu niedrig ist

Während die zu hohen Werte langfristig gefährlich sind, ist ein zu niedriger Blutdruck – dauerhaft unter 100/60 mmHg bei Frauen, unter 110/70 mmHg bei Männern – medizinisch in aller Regel ungefährlich, aber durchaus unangenehm. Man unterscheidet die primäre Hypotonie, die ohne erkennbare Ursache auftritt und häufig junge, schlanke Frauen betrifft, die sekundäre Hypotonie als Folge anderer Erkrankungen (Schilddrüsen­unter­funktion, Neben­nieren­rinden­insuffizienz, Herz­schwäche, längere Bettlägerigkeit) sowie die besonders praxisrelevante orthostatische Hypotonie. Bei Letzterer fällt der Druck beim raschen Aufstehen aus dem Liegen oder Sitzen kurz­fristig stark ab, weil sich das Blut in den Beinen sammelt und der Kreis­lauf den Verlust nicht schnell genug ausgleicht. Die Folge: Schwarz­werden vor den Augen, Schwindel, im Extremfall eine kurze Bewusstlosigkeit – eine sogenannte Synkope. Auslöser sind unter anderem Flüssigkeits­mangel, langes Stehen in der Hitze, Alkohol, üppige Mahlzeiten und einige Medikamente.

Die Behandlung kommt in den meisten Fällen ohne Tabletten aus. Trinken Sie reichlich – gut zwei Liter Wasser am Tag –, salzen Sie eher etwas großzügiger (sofern Ihr Arzt keine Salzeinschränkung vorgegeben hat), tragen Sie bei häufigen Beschwerden Kompressions­strümpfe und gewöhnen Sie sich an Wechsel­duschen und Bürstenmassagen. Bevor Sie aus dem Bett aufstehen, setzen Sie sich kurz auf die Bettkante und führen Sie die Beine ein paar Mal in der Luft, damit der Kreislauf anspringt. Helfen diese Maß­nahmen nicht, kann der Arzt sympathomimetische Substanzen wie Etilefrin oder Midodrin verordnen.

Periphere arterielle Verschluss­krankheit (pAVK) – die Schaufenster­krankheit

Die periphere arterielle Verschluss­krankheit ist die häufigste Manifestation der Arterio­sklerose an den Bein­arterien. Sie entsteht, wenn sich an den Innenwänden der Arterien Cholesterin­ablagerungen, Kalk und entzündliche Plaques festsetzen und das Gefäß zunehmend einengen. Mit der Zeit reicht das vorbei­fließende Blut nicht mehr aus, um die Bein­muskulatur bei Belastung mit Sauerstoff zu versorgen. Typisch ist deshalb das Auftreten von ziehenden, krampfartigen Schmerzen in der Wade nach kurzer Geh­strecke, die zum Stehen­bleiben zwingen – daher der populäre Name Schaufenster­krankheit: die Betroffenen bleiben unauffällig an einem Schaufenster stehen, bis der Schmerz nachlässt, und gehen weiter. Eingeteilt wird die pAVK in vier Stadien nach Fontaine: Stadium I beschwerde­frei trotz nachweisbarer Verengung; Stadium II Geh­schmerzen, IIa nach mehr, IIb nach weniger als 200 Metern; Stadium III Ruhe­schmerzen, besonders nachts; Stadium IV Gewebe­untergang, also offene Wunden oder Nekrosen an Zehen und Füßen.

Diagnostisch ist der einfachste Test der Knöchel-Arm-Index (ABI): mit einer Doppler-Sonde wird der systolische Druck am Knöchel und am Oberarm gemessen, das Verhältnis sollte über 0,9 liegen; Werte darunter sind beweisend. Ergänzt wird durch farb­kodierte Duplex­sonographie, ggf. Angio-MRT oder die invasive Angio­graphie. Die Therapie ruht auf vier Säulen: konsequenter Rauch­stopp (Rauchen ist die Hauptursache), strukturiertes Geh­training (idealerweise an einer ärztlich begleiteten Geh-Schule), medikamentöse Hemmung der Plättchen­aggregation mit ASS 100 mg oder Clopidogrel sowie eine konsequente Behandlung der Begleit­erkrankungen Hypertonie, Diabetes und Hyper­cholesterin­ämie mit Statin. In fortgeschrittenen Stadien kommen interventionelle Verfahren in Frage: Ballon­dilatation, Stent­implantation, in schweren Fällen ein Bypass.

Eng verwandt sind die übrigen Gefäß­manifestationen der Arterio­sklerose: die koronare Herz­krankheit, die zu Angina pectoris und Herzinfarkt führt, die Verengung der Hals­schlag­adern (Karotis­stenose) mit Schlag­anfall­risiko sowie das Aorten­aneurysma, eine krankhafte Erweiterung der Hauptschlagader meist im Bauch­raum. Ein rupturierendes Bauch­aorten­aneurysma ist ein lebens­bedrohlicher Notfall mit hoher Sterblichkeit; deshalb empfiehlt sich für Männer ab 65 Jahren mit Risikoprofil eine einmalige Ultra­schall­vorsorge.

Selbsthilfe – was Sie selbst tun können

Kein anderer Bereich der Medizin ist so stark vom eigenen Verhalten beeinflussbar wie die Blutdruck- und Gefäß­medizin. Wer seine Lebens­gewohnheiten anpasst, kann den systolischen Druck oft um 10 bis 20 mmHg senken – das entspricht der Wirkung eines blutdruck­senkenden Medikaments. Die wichtigsten Stell­schrauben sind:

Salz reduzieren. Die Welt­gesundheits­organisation empfiehlt weniger als fünf Gramm Kochsalz am Tag, die meisten Deutschen liegen beim Doppelten. Vermeiden Sie Fertig­gerichte, gepökeltes Fleisch, Salz­stangen, salzige Brühen und Käse­sorten wie Feta. Würzen Sie statt­dessen mit frischen Kräutern, Zitrone, Pfeffer und Knoblauch. Gewicht halten oder reduzieren. Schon fünf Kilo weniger senken den Druck spürbar, ein Body-Mass-Index zwischen 20 und 25 ist Ziel. Bewegung. Mindestens 150 Minuten moderate Ausdauer­bewegung pro Woche – zügiges Gehen, Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking. Krafttraining ergänzt, sollte aber nicht im Pressatemstil betrieben werden. Alkohol begrenzen. Männer maximal zwei kleine Gläser Bier oder ein Glas Wein am Tag, Frauen die Hälfte; an mindestens zwei Tagen der Woche ganz darauf verzichten. Rauchen einstellen. Nikotin verengt die Gefäße akut und schädigt sie chronisch. Der Rauch­stopp ist die einzelne wirksamste Maßnahme zur Reduktion des kardio­vaskulären Risikos – wir beraten Sie gerne zu Nikotin­ersatz, Verein­baren von Rückfall­strategien und unterstützenden Apps. Schlaf. Sieben bis acht Stunden erholsamer Schlaf wirken blut­druck­regulierend. Bei Verdacht auf Schlafapnoe (laut, mit Atem­pausen) gehört die Diagnostik in fach­ärztliche Hand, weil unbehandelte Schlafapnoe die Hypertonie unter­hält. Stress­abbau. Bewährt haben sich Yoga, Tai-Chi, progressive Muskel­relaxation nach Jacobson, Autogenes Training und Achtsamkeits­übungen. Auch das simple Aushalten von Pausen im Alltag wirkt.

Komplementärmedizin – sanfte Begleitung mit Augenmaß

Verschiedene pflanzliche Wirkstoffe haben in Studien einen leichten blutdruck­senkenden oder gefäß­schützenden Effekt gezeigt. Sie ersetzen keine schulmedizinische Therapie, können sie aber sinnvoll ergänzen – immer in Absprache mit dem Arzt, denn Phytopharmaka können Wechsel­wirkungen haben. Knoblauch in standardisierten Pulver­extrakten senkt den systolischen Druck im Schnitt um wenige mmHg und wirkt mild plättchen­hemmend – was bedeutet, dass er bei gleich­zeitiger Einnahme von ASS oder Marcumar das Blutungsrisiko erhöhen kann. Weiß­dorn (Crataegus) ist klassisch bei Alters­herz und leichter Herz­insuffizienz im Einsatz, wirkt mild positiv inotrop und kann in Kombination mit Digitalis-Präparaten interagieren. Olivenblatt­extrakt hat in Studien eine moderate Blutdruck­senkung gezeigt. Hibiskus­tee, regelmäßig getrunken, wirkt leicht entwässernd und mild drucksenkend. Coenzym Q10 wird gerne bei Statin-bedingten Muskel­beschwerden begleitend gegeben. Magnesium- und Kalium-reiche Kost (Bananen, Nüsse, Vollkorn, Gemüse) wirkt unterstützend. Vorsicht ist geboten bei Lakritz (kann den Blutdruck deutlich erhöhen), bei Johannis­kraut (interagiert mit zahlreichen Herz-Kreislauf-Medikamenten) und bei Grapefruit (kann den Abbau einiger Calcium­antagonisten und Statine empfindlich verlangsamen). Auch traditionelle Hausmittel sind nicht immer harmlos – sprechen Sie uns vor der Einnahme an.

Wir beraten Sie

In der Schwanen-Apotheke mitten in 47051 Duisburg verstehen wir Bluthoch­druck und Gefäß­erkrankungen nicht als reine Rezept­sache, sondern als ein Stück Lebens­führung. Wir messen Ihnen auf Wunsch jederzeit den Blutdruck nach standardisierter Vorgabe, leihen Heim­mess­geräte zum Selbsttest aus und zeigen Ihnen, wie Sie korrekt messen: in Ruhe, sitzend, mit aufgelegtem Unterarm in Herzhöhe, eine Viertel­stunde nach Ankunft, und immer zur gleichen Tageszeit. Wir nehmen uns Zeit, mit Ihnen Ihre Mediation durchzugehen, prüfen auf Wechsel­wirkungen, geben Tipps zur richtigen Einnahme­zeit (manche Mittel besser morgens, andere abends), und erklären verständlich, was die einzelnen Wirkstoffe bewirken. Bei chronischen Erkrankungen wie Bluthoch­druck, koronare Herz­krankheit und pAVK bieten wir Ihnen gern ein strukturiertes Medikations­management an, in dem wir alle Ihre Arzneien – rezeptpflichtig wie frei­verkäuflich – auf Eignung und Verträglichkeit untersuchen. Für individuell verträgliche Magnesium-, Kalium- oder pflanzliche Mischungen fertigen wir in unserem Rezeptur­labor maß­geschneiderte Kapseln und Tees. Schauen Sie vorbei, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns über das Kontaktformular. Ihre Gesundheit ist uns ein Anliegen, das weit über die Tablette in der Tüte hinausgeht.

Ihr Team der Schwanen-Apotheke Duisburg Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden konsultieren Sie bitte Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt.