Männerkrankheiten

Erkrankungen der Prostata

Die Prostata – im Deutschen auch Vorsteher­drüse genannt – ist eines der am häufigsten von Erkrankungen betroffenen Organe des älter werdenden Mannes. Drei Krankheits­bilder stehen dabei im Vordergrund: die gutartige Prostata­vergrößerung (benigne Prostata­hyperplasie, BPH), die Prostatitis (Entzündung der Prostata) und das Prostata­karzinom (Prostatakrebs). Alle drei können sich mit ähnlichen Beschwerden im Bereich der Harnblase und beim Wasserlassen äußern, weshalb eine sorgfältige ärztliche Abklärung wichtig ist – zumal die Symptome im Anfangs­stadium oft mild sind und auch komplett fehlen können. Wir möchten Ihnen hier einen Überblick über Anatomie, Diagnostik und die wichtigsten Therapie­möglichkeiten geben und Sie ermutigen, regelmäßig zur Vorsorge zu gehen.

Anatomie und Funktion der Prostata

Die Prostata ist eine etwa kastanien­große Drüse, die unmittelbar unterhalb der Harnblase liegt und die Harnröhre wie ein Ring umschließt. Beim erwachsenen Mann hat sie ein Volumen von etwa 20 bis 25 Millilitern und wiegt rund 20 Gramm; nach dem 50. Lebensjahr nimmt das Volumen bei vielen Männern langsam zu. Die Drüse wird hinten von der Rektum­wand begrenzt, sodass sie sich vom Arzt mittels einer digital-rektalen Untersuchung (DRU) gut ertasten lässt. Funktionell liefert die Prostata einen Großteil der Flüssigkeit des Ejakulats: ihr milchig-trübes Sekret enthält Enzyme wie das prostata­spezifische Antigen (PSA), Zink, Spermin und Citrat – alles Stoffe, die für die Beweglichkeit und Lebensfähigkeit der Samen­zellen wichtig sind. Auch die glatte Muskulatur der Prostata leistet beim Samen­erguss aktive Arbeit. Geregelt wird ihr Wachstum durch das männliche Geschlechts­hormon Testosteron beziehungsweise dessen aktive Form Dihydro­testosteron (DHT), das durch das Enzym 5-Alpha-Reduktase aus Testosteron entsteht. Dieser hormonelle Einfluss erklärt, warum eine medikamentöse Hemmung dieses Enzyms in der BPH-Therapie eine Rolle spielt.

Benigne Prostatahyperplasie (BPH)

Die gutartige Vergrößerung der Prostata ist die mit Abstand häufigste urologische Erkrankung des älteren Mannes. Bereits jeder zweite Mann über 50 zeigt histologische Veränderungen, ab 80 Jahren ist nahezu jeder betroffen – allerdings hat längst nicht jeder auch Beschwerden. Wächst die Drüse nach innen, drückt sie auf die Harnröhre und behindert den Urinfluss; die Blasen­muskulatur muss gegen einen erhöhten Widerstand arbeiten, verdickt sich, wird mit der Zeit aber überdehnt und schwächer. Typische Symptome werden unter dem Begriff Lower Urinary Tract Symptoms (LUTS) zusammengefasst und betreffen sowohl die Speicher­phase der Blase (häufiges Wasserlassen, nächtliches Wasserlassen – Nykturie, plötzlicher Harndrang, Drang­inkontinenz) als auch die Entleerungs­phase (verzögerter Beginn, schwacher Strahl, Pressen, Nachträufeln, Gefühl der unvollständigen Blasen­entleerung). Komplikationen einer unbehandelten ausgeprägten BPH können Harnstau, Harnwegs­infekte, Blasen­steine, eine Schädigung der Nieren bis hin zum akuten Harn­verhalt sein – ein urologischer Notfall, bei dem die Blase entleert werden muss.

Der IPSS-Score – Symptome strukturiert erfassen

Um Beschwerden bei BPH objektiv zu beurteilen, hat sich international der Internationale Prostata­symptomen­score (IPSS) durchgesetzt. Es handelt sich um einen standardisierten Fragebogen mit sieben Fragen zu typischen Symptomen sowie einer zusätzlichen Frage zur Lebens­qualität. Erfragt werden: Gefühl der unvollständigen Entleerung, Häufigkeit des Wasser­lassens (Pollakisurie), unterbrochener Harnstrahl, Drangsymptome, Strahl­schwäche, Pressen beim Wasser­lassen, Nykturie. Jede Frage wird mit 0 (nie) bis 5 (fast immer) bewertet, was eine Gesamt­summe von 0 bis 35 Punkten ergibt: 0–7 Punkte gelten als milde, 8–19 Punkte als mittlere und 20–35 Punkte als schwere Symptomatik. Die Lebens­qualitäts­frage wird separat von 0 bis 6 bewertet. Der IPSS hilft bei der Verlaufs­beurteilung, der Therapie­entscheidung und ist Teil jeder urologischen Erst­abklärung. Ergänzend gehören zur Diagnostik eine ausführliche Anamnese, die digital-rektale Untersuchung, eine Urin­analyse zum Ausschluss eines Harnwegs­infekts, die Bestimmung des PSA-Werts im Blut, eine Ultraschall­untersuchung der Nieren und der Blase mit Bestimmung des Restharns nach Miktion sowie die Uroflowmetrie – eine Messung der Harn­strahl­stärke in Millilitern pro Sekunde. Bei Unklarheiten oder vor einer Operation werden zusätzlich die Druck-Fluss-Messung (Urodynamik) und die transrektale Sonographie (TRUS) eingesetzt.

BPH-Therapie – konservativ und operativ

Bei milden Beschwerden kann zunächst kontrolliertes Zuwarten (watchful waiting) genügen: regelmäßige Verlaufs­kontrollen, Anpassung der Trinkmenge gegen Abend, Reduktion harn­treibender Getränke (Alkohol, Koffein), Beckenboden­training. Bei mittlerer Symptomatik kommen Medikamente zum Einsatz. Alpha-1-Rezeptor­blocker wie Tamsulosin, Alfuzosin, Doxazosin oder Silodosin entspannen die glatte Muskulatur in Prostata und Blasenhals und verbessern den Harnstrahl meist innerhalb weniger Tage; typische Neben­wirkungen sind Schwindel, niedriger Blutdruck und retrograde Ejakulation. 5-Alpha-Reduktase-Hemmer wie Finasterid und Dutasterid greifen direkt in die Hormon­achse ein, lassen die Prostata über Monate hinweg schrumpfen und senken das Risiko eines akuten Harn­verhalts; sie wirken erst nach drei bis sechs Monaten und können Libido und Erektion beeinflussen. Häufig werden beide Substanz­klassen kombiniert. Auch Phosphodiesterase-5-Hemmer (Tadalafil 5 mg täglich) sind bei Männern mit gleichzeitig bestehender erektiler Dysfunktion eine Option. Reichen Medikamente nicht aus oder treten Komplikationen auf, ist die operative Therapie indiziert: Goldstandard ist die transurethrale Resektion der Prostata (TURP), bei der überschüssiges Gewebe über die Harnröhre abgetragen wird. Neuere Verfahren wie die Holmium-Laser-Enukleation (HoLEP), die GreenLight-Laser­vaporisation, Wasserdampf­ablation oder die offene Adenom­ektomie bei sehr großen Drüsen kommen je nach Befund und Klinik zum Einsatz.

Phytotherapie – pflanzliche Optionen

Viele Männer wünschen sich zunächst einen pflanzlichen Ansatz. Phyto­pharmaka spielen bei der BPH eine traditionelle Rolle, ihre wissenschaftliche Datenlage ist heterogen, aber für ausgewählte Präparate inzwischen gut untersucht. Eingesetzt werden Extrakte aus Sägepalmen­früchten (Serenoa repens, Sabal serrulata), Brennnessel­wurzel (Urtica dioica), Kürbis­samen (Cucurbita pepo), aus den Rinden des afrikanischen Pflaumen­baums (Pygeum africanum) sowie Roggenpollen­extrakten. Wirkmechanismen werden auf eine Hemmung der 5-Alpha-Reduktase, entzündungs­hemmende Effekte und eine Beeinflussung der glatten Muskulatur zurückgeführt. Wichtig ist die Wahl eines Extraktes mit ausreichender Wirkstoff­menge und kontrollierter Qualität – Tees oder unstandardisierte Mischungen reichen in aller Regel nicht aus. Phytopharmaka eignen sich vor allem für leichte bis mittlere Beschwerden und sollten nicht ohne ärztliche Begleitung über lange Zeiträume eingenommen werden, da sie ein bestehendes Prostata­karzinom maskieren könnten. Lassen Sie sich in der Schwanen-Apotheke beraten, welches Präparat zu Ihrer Situation passt und welche Wechsel­wirkungen mit Ihren anderen Arzneimitteln möglich sind.

Prostatitis – die Entzündung der Vorsteherdrüse

Bei der Prostatitis ist die Drüse entzündet. Die internationale Klassifikation der National Institutes of Health (NIH) unterscheidet vier Typen. Typ I – akute bakterielle Prostatitis: heftige Erkrankung mit hohem Fieber, Schüttel­frost, schwerem Krank­heits­gefühl, Schmerzen im Damm- und Unterbauch­bereich, brennendem Wasserlassen und manchmal Harnverhalt. Auslöser sind meist Escherichia coli und andere gramnegative Keime. Therapie: stationär gegebenenfalls Antibiotika (Fluorchinolone, Cephalosporine), Bettruhe, viel Trinken, Schmerz­mittel. Typ II – chronische bakterielle Prostatitis: rezidivierende Harnwegs­infekte mit Beschwerden über mindestens drei Monate, Erreger­nachweis im Prostata­sekret oder Ejakulat. Therapie: vier- bis sechswöchige Antibiotika­gabe, das Antibiotikum muss in die Prostata penetrieren (Fluor­chinolone, Trimethoprim-Sulfa­methoxazol). Typ III – chronisches Beckenschmerz­syndrom (CPPS): häufigste Form, kein Erregernachweis, jedoch chronische Schmerzen im Becken, Damm, in den Hoden, Penis oder beim Ejakulieren. Unterteilt in IIIa (entzündlich mit Leukozyten im Sekret) und IIIb (nicht entzündlich). Therapie multimodal: Alpha-Blocker, Phyto­therapie, Becken­boden­physio­therapie, Wärme, Triggerpunkt­therapie, gegebenenfalls Antibiotika­versuch, Schmerz­modulatoren wie Amitriptylin, psychosomatische Begleitung. Typ IV – asymptomatische entzündliche Prostatitis: Zufallsbefund (Leukozyten im Sekret) ohne Beschwerden, in der Regel keine Therapie nötig.

Prostatakarzinom – Screening und Diagnose

Das Prostata­karzinom ist der häufigste bösartige Tumor des Mannes in Deutschland. Etwa 65.000 Männer erhalten die Diagnose jedes Jahr. Es entsteht typischerweise in der peripheren Zone der Drüse und macht zu Beginn keine Beschwerden – deshalb ist die Vorsorge so entscheidend. Die gesetzliche Krebs­früh­erkennungs­unter­suchung umfasst ab dem 45. Lebensjahr jährlich eine digital-rektale Untersuchung (DRU). Der PSA-Test ist eine zusätzliche Selbst­zahler­leistung (IGeL) und ist in der wissenschaftlichen Diskussion umstritten: er erkennt zwar viele Karzinome früh, führt aber auch zu Über­diagnosen und Über­therapien klinisch unbedeutender Tumore. Die S3-Leitlinie Prostata­karzinom der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) und der AWMF empfiehlt deshalb eine ergebnis­offene Aufklärung über Nutzen und Risiken vor der PSA-Bestimmung. Bei auffälligem PSA-Wert (Richtwert über 4 ng/ml, alters­abhängig betrachtet) oder ungewöhnlichem Tastbefund folgen weitere Schritte: Wiederholungs­messung, Bestimmung des freien PSA, Verlaufs­kontrolle (PSA-Velocity), die multi­parametrische MRT der Prostata (mpMRT mit PI-RADS-Klassifikation 1–5) zur Lokalisation suspekter Areale, und schließlich die Stanz­biopsie – transrektal oder zunehmend transperineal – mit gezielten Proben aus den MR-tomographisch suspekten Bezirken (MRT/Ultraschall-Fusion) und systematischen Proben aus allen Sextanten. Pathologisch wird der Tumor mit dem Gleason-Score beziehungsweise der ISUP-Gradgruppe beurteilt; das TNM-System beschreibt die Ausdehnung. Zur Staging-Diagnostik bei Risikofällen gehören Knochen­szintigraphie, CT, MRT und gegebenenfalls die PSMA-PET/CT.

Prostatakarzinom – Therapieoptionen

Die Therapie richtet sich nach Tumor­stadium, Aggressivität (Gleason-Grad), Alter, allgemeinem Gesundheits­zustand und persönlichen Wünschen. Bei Niedrig­risiko-Tumoren ist die aktive Überwachung (active surveillance) eine inzwischen leitlinien­gerechte Option: der Tumor wird mit regelmäßigen PSA-Kontrollen, mpMRT und Re-Biopsien beobachtet, eine kurative Therapie erfolgt erst bei Anzeichen einer Progression. So lassen sich Über­therapien vermeiden. Bei lokal begrenztem Karzinom kommen kurative Verfahren in Betracht: die radikale Prostat­ektomie (offen, laparoskopisch oder robotisch-assistiert mit dem da Vinci-System) mit Entfernung der Drüse und der Samen­bläschen, und die Strahlen­therapie als perkutane Bestrahlung (IMRT, VMAT) oder als Brachy­therapie (LDR oder HDR) mit Implantation strahlender Seeds in die Prostata. Beide Verfahren haben vergleichbare onkologische Ergebnisse, unterscheiden sich aber im Nebenwirkungs­profil – Inkontinenz und Erektions­störungen nach OP, Reizungen von Blase und Darm nach Bestrahlung. Bei lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Tumoren wird die Hormon­entzugs­therapie (Androgen­deprivation, ADT) eingesetzt: GnRH-Analoga wie Leuprorelin oder Goserelin, GnRH-Antagonisten wie Degarelix oder Antiandrogene wie Bicalutamid. Bei kastrations­resistentem Karzinom kommen neue Androgenrezeptor-Inhibitoren (Enzalutamid, Abirateron, Apalutamid) sowie eine Chemotherapie mit Docetaxel oder Cabazitaxel zum Einsatz. Bei Knochen­metastasen helfen Bisphosphonate (Zoledronat) oder Denosumab gegen Knochen­komplikationen. Innovative Optionen wie Radio­ligand­therapien mit Lutetium-177-PSMA kommen bei progredienter metastasierter Erkrankung in spezialisierten Zentren zum Einsatz.

Sexualfunktion und Prostata

Prostata­erkrankungen und ihre Behandlungen beeinflussen häufig die Sexualität. Bereits eine BPH kann durch nächtlichen Drang und Müdigkeit das sexuelle Erleben dämpfen. Medikamente haben Eigenschaften, die offen besprochen werden sollten: Alpha-Blocker können zur retrograden Ejakulation führen, bei der das Ejakulat in die Blase entleert wird – das ist medizinisch harmlos, kann aber irritieren. 5-Alpha-Reduktase-Hemmer können Libido und Erektion mindern. Auch die Operationen sind nicht ohne Folgen: nach radikaler Prostat­ektomie sind Inkontinenz und Erektions­störungen häufig, lassen sich aber mit Becken­boden­training, PDE-5-Hemmern (Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil), Vakuum­pumpen, Schwell­körper-Auto­injektion (SKAT) oder Penisimplantaten behandeln. Die Strahlen­therapie führt nicht sofort, aber zeitversetzt zu Beschwerden. Eine Hormon­entzugs­therapie unterdrückt Libido und Erektion in der Regel komplett; Hitzewallungen, Müdigkeit, Muskel­abbau und Knochen­dichte­verlust sind weitere Begleit­erscheinungen. Wichtig: Sprechen Sie offen mit Ihrer Urologin oder Ihrem Urologen, ziehen Sie wenn möglich die Partnerin oder den Partner ins Gespräch ein, und holen Sie sich gegebenenfalls sexual­medizinische Unterstützung. Eine erfüllte Sexualität ist auch nach einer Prostata­behandlung möglich.

Selbsthilfe und Alltag

Auch im Alltag können Sie selbst einiges tun, um die Beschwerden zu mildern und die Prostata­gesundheit zu unterstützen. Achten Sie auf eine ausgewogene mediterrane Ernährung mit viel Gemüse, Hülsenfrüchten, Olivenöl, Fisch und wenig rotem Fleisch – epidemiologische Daten weisen auf einen Schutzeffekt hin. Halten Sie ein gesundes Körpergewicht, denn Adipositas erhöht das Risiko aggressiver Prostata­karzinome. Bewegen Sie sich regelmäßig (mindestens 150 Minuten moderate Aktivität pro Woche), das wirkt sich günstig auf BPH-Symptome und Tumor­prognose aus. Trinken Sie tagsüber ausreichend, abends jedoch weniger, um die Nykturie zu reduzieren. Vermeiden Sie übermäßigen Alkohol- und Koffein­konsum. Beachten Sie, dass viele frei verkäufliche Erkältungs- und Schmerz­mittel (z. B. Phenylephrin, manche Antihistaminika) den Blasenhals zusätzlich verengen und einen Harn­verhalt provozieren können – lassen Sie sich vor dem Kauf beraten. Beckenboden­training nützt nicht nur Frauen, sondern hilft Männern besonders nach Prostat­ektomie gegen Inkontinenz. Bei chronischen Becken­schmerzen sind Stress­reduktion, Entspannungs­techniken (Progressive Muskel­relaxation, Yoga, Meditation) und gegebenenfalls Psychotherapie sinnvolle Bausteine.

Vorsorge ernst nehmen

Die wichtigste Botschaft: Reden Sie nicht erst dann mit Ihrer Hausärztin oder einem Urologen, wenn die Beschwerden Sie wirklich plagen. Nehmen Sie die Vorsorge­termine wahr. Ab dem 45. Lebensjahr (bei familiärer Vorbelastung mit Prostata­karzinom in erster Linie schon ab 40) übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die jährliche Tast­untersuchung. Über den PSA-Test sprechen Sie ergebnis­offen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt – informieren Sie sich vorher anhand neutraler Quellen über die Pro- und Contra-Argumente. Wenn Sie häufig Wasser lassen müssen, der Strahl schwächer wird, Sie sich beim Wasser­lassen anstrengen müssen oder Schmerzen im Damm- oder Genital­bereich verspüren: gehen Sie zum Arzt. Viele Probleme lassen sich frühzeitig deutlich besser behandeln als nach Jahren der Bagatellisierung. Auch ein einzelner deutlich erhöhter PSA-Wert ist kein Grund zur Panik, sondern Anlass für eine geordnete Abklärung.

Wir beraten Sie in der Schwanen-Apotheke

Wenn Sie mit einer Verordnung Ihres Urologen zu uns kommen, prüfen wir nicht nur die Dosierung, sondern auch Wechsel­wirkungen mit Ihren übrigen Medikamenten. Alpha-Blocker zum Beispiel beeinflussen den Blutdruck – ein wichtiger Hinweis, wenn Sie zugleich Blutdruck­senker einnehmen. 5-Alpha-Reduktase-Hemmer verfälschen den PSA-Wert (etwa Halbierung nach sechs Monaten), wichtig für die korrekte Interpretation Ihres nächsten Laborwerts. Bei Hormon­therapien helfen wir Ihnen, mit Begleit­erscheinungen wie Hitzewallungen oder Müdigkeit umzugehen. Auch bei pflanzlichen Präparaten sind wir Ihre Ansprechpartner: nicht jedes Produkt aus dem Drogerie­markt ist gleich gut dosiert. Wir führen ein sorgfältig ausgewähltes Sortiment apothekenpflichtiger Phyto­pharmaka in geprüfter Qualität. Auf Wunsch helfen wir Ihnen außerdem beim Ausfüllen des IPSS-Fragebogens, zeigen Ihnen Beckenboden­übungen und vermitteln Selbsthilfe­gruppen wie die Bundes­verband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS) oder die Deutsche Krebs­hilfe. Sprechen Sie uns vertraulich in unserem Beratungs­bereich an – alles, was Sie uns mitteilen, bleibt selbstverständlich unter uns.

Ihr Team der Schwanen-Apotheke Duisburg Quellen: Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) · Interdisziplinäre S3-Leitlinie zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms (AWMF-Register-Nr. 043/022OL) · European Association of Urology (EAU) – Leitlinien Männergesundheit, BPH, Prostatakarzinom und Prostatitis